Karmelitinnenkloster Himmelspforten

 

 

Weihnachten 2010

 

Liebe Verwandte, Freunde und Wohltäter!

 

 

In der vorweihnachtlichen und weihnachtlichen Freude wünschen wir Ihnen für das kommende liturgische Jahr den Frieden. Die ganze Welt sehnt sich danach, wie einst die Hirten auf dem Feld. Gerne wollen wir mit Ihnen dem einzigen Hirten des Friedens, Jesus Christus, folgen. Maria und Josef mögen uns helfen, den Weltfrieden zu erbitten. Darum beten wir gemeinsam. Wir begleiten Sie im Neuen Jahr ebenfalls durch Gebet und Opfer. 

Auch in diesem Jahr möchten wir einen Einblick in unser Konventsleben vermitteln. Wir sind als Klosterfamilie offiziell beauftragt, für Sie und mit Ihnen zusammen Familie zu sein.

Das vergangene liturgische Jahr – 2009 bis Weihnachten 2010 – war ein sehr interessantes Jahr.

Wir waren glücklich, die Renovierung der Kirche 2009 abgeschlossen zu haben. Das Geld war ausgegeben! Für die Badfliesen war keines mehr vorhanden. Also Ruhe in Sicht!! Der Herr sei gepriesen für das getane Werk. So waren wir für die Ruhe, die inzwischen Einkehr hielt, sehr dankbar und erfreuten uns an der Verherrlichung Gottes.

Am 6. Januar feierten wir das 50jährige Profeßjubiläum von Sr. Teresa. Viele von Ihnen kennen sie als Meisterin der Paramentenstikkerei. Mit ihrer Anleitung haben einige Schwestern das Handwerk gelernt und somit kann die Werkstatt weitergeführt werden. Wir danken ihr von Herzen für ihren Einsatz. Es tat gut, im Kreise ihrer Nichten und Neffen, Familie zu erleben. Für diese ist Jubilieren der Vorgeschmack des Jubels im Himmel.

Sr. Regina wurde am 23. Januar 80 Jahre. Ihre virtuosen Fähigkeiten an der Orgel haben sie jung gehalten. Wir danken ihr für ihren treuen Dienst. Heute erfährt sie im Orgeldienst Unterstützung von drei Mitschwestern.

Kurz darauf feierte am 2. Februar Sr. Bernadette ihr 50. Profeßjubiläum. Sie bevorzugte eine stille Feier im Kreis des Konventes. Trotz ihres Alters erfüllt sie noch nach Kräften ihren Dienst an der Pforte. Auch ihr wird durch Mitschwestern aus der Klausur an der Pforte Hilfe zuteil: in der Sakristei, beim Einkauf, bei Botengängen in der Stadt und manchem anderen.

Im März machte der hl. Josef auf sich aufmerksam. Herr Dr. Josef Schenk hatte die Idee, für uns eine Skulptur des Heiligen bei dem bekannten Bildhauer der Diözese, Boris Rycek, in Auftrag zu geben. Dr. Josef Schenk war seit seinen Kindertagen ein Freund des Karmel und beeindruckte die Schwestern damals durch seinen andächtigen Ministrantendienst. Die hl. Teresa von Avila, unsere Gründerin, legte ihren Töchtern eine große Verehrung des hl. Josef ans Herz. So waren wir sehr erfreut über das großartige Geschenk des Stifters, hatten wir uns doch bei der Innen- und Außensanierung der Kirche dem hl. Josef anvertraut. Die ausdrucksvolle Skulptur wurde am 1. Mai von unserem Mitbruder P. Günter OCD gesegnet. Nach langer schwerer Krankheit verstarb unser guter Dr. Schenk am 16.11.2010. Der Herr möge ihm seine Großzügigkeit reich vergelten und ihm sein ewiges Licht schenken!

Noch von Freude darüber erfüllt, feierten wir am 11. Mai die Einkleidung unserer Nicole. Sie wählte den Namen Sr. M. Agnes vom Ewigen Hohenpriester, war doch dieses Jahr eigens als Priesterjahr ausgerufen worden. Für die Priester zu beten und zu opfern, gehört wesentlich zu unserer Sendung.

Am 14. Mai bekam unser Wildkatzenpaar Zuwachs. Für uns war es herzerquickend zu entdecken, wie ein kleines Katzenkind von der Mutter erzogen wird. Flöckchen und ihre Eltern lehren die Mäuse nun das Fürchten.

Herrn Oberstudienrat Wenzel kam der Gedanke, einmal im Monat am Abend bei uns eine Anbetungsstunde zu halten, als Bitte um Priester- und Ordensberufe. Wir freuen uns über sein Verständnis unserer spezifischen Ordensberufung als klausurierte Karmelitinnen. Schon nach zwei Anbetungsstunden durften auch wir erste Früchte des Gebetes ernten: Carmen und Anita entschieden sich zum Eintritt ins Postulat, das am 14. November – Ordensallerheiligen – begann. So mögen unsere Heiligen die Beiden auf dem Weg in den Karmel begleiten.

Am 17. September feierte unsere Priorin Sr. Petra (links neben dem Bischof) ihr 40-jähriges Ordensjubiläum. Sie können sich leicht ihr dankbares Staunen über die Anwesenheit unseres Bischofs vorstellen! Im Besonderen danken wir für seine freundlichen Worte und die Predigt, in der er für unser Gebet für die Diözese dankte.

Am 14. Dezember feiert(e) Sr. Maria – eherne Säule unseres Hauses – ihren 90. Geburtstag. Wenn sie die Zeit dazu finden würde, könnte sie ganze Bände schreiben über ein reich bewegtes Ordensleben. Sie schöpft bis heute ihre Kraft und Freude aus einem tiefen, inneren Karmelleben. Der Herr möge ihr allen Einsatz reich vergelten!

Wir freuen uns schon jetzt auf die Seligsprechung unseres Priesterbruders Georg Häfner am 15. Mai 2011. Er war der Ziehsohn unserer Mitschwestern! Sie haben ihn von Kindheit an betend begleitet und durch herzhafte Butterbrote nach dem Ministrantendienst gestärkt. Bei der Einkleidung der unvergeßlichen Priorin M. Magdalena fungierte Georg Häfner noch als Subdiakon. Am 21.04.1924 organisierten und übernahmen unsere Mitschwestern wie stolze Zusatzmütter das Festessen nach dem Primizamt bei uns in Himmelspforten. Das zeigt die Verbundenheit mit unserem neuen Seligen. Bei den Renovierungsarbeiten in den 50er Jahren wurde die Altarplatte in den heutigen Zelebrationsaltar im Chorraum eingebaut, während sich der holzgeschnitzte Karmelaltar heute im Schwesternchor befindet.

Dank Ihrer Hilfe – insbesondere des Freundeskreises, der vor 10 Jahren von Herrn Cersovsky gegründet wurde – konnten wir unsere sanitäre Einrichtung vom Keller bis zum Dachgeschoß erneuern. Die Wasserleitungen und Abfallrohre waren in einem viel schlechteren Zustand als ursprünglich gedacht. Wir hatten die Firma Rügemer gebeten, das Ganze zu managen. Die Absprachen wurden zielgerichtet eingehalten; alle waren fleißig, wohlwollend – kurzum: Es entstand eine angenehme Atmosphäre. Wir danken unseren Firmenfreunden Goebel, GA-Tec und Rügemer für ihre vortreffliche Arbeit!

Im kommenden Jahr würden wir noch gerne die Sakristei und den Winterchor (nach 10 Jahren) streichen. Wie peinlich ist es, wenn diese liturgischen Räumlichkeiten nicht mit den Sanitäranlagen Schritt halten könnten?! Wir bitten Sie daher um Ihre Unterstützung. Im Voraus sagen wir Ihnen schon mal ein herzliches „Vergelt’s Gott“ und versprechen Ihnen unser Fürbittgebet!
Vor einigen Jahren baten wir Hochwürdigsten Herrn Weihbischof Bauer um die Erlaubnis, während der Exerzitien zur Anbetung einen Tabernakel in der Einsiedelei aufstellen zu dürfen. Nun bekamen wir zu unserer großen Freude von Frau Grüter einen kleinen Aussetzungstabernakel geschenkt. Als Dank beten wir während der Exerzitien für sie und für alle unsere Wohltäter.

Unser Dank gilt Ihnen allen, liebe Freunde und Wohltäter! Auch Ihnen, liebe Priester, danken wir für den liturgischen und geistlichen Dienst (Vorträge, Exerzitien etc.). Im Besonderen denken wir im Gebet an unsere lieben Ärzte: die Familie Bußmann und Herrn Prof. Bauer (Schweiz).

Am 1. Advent waren es 30 Jahre, daß Frau Matauschek uns als Krankenschwester liebend mit ihren Fähigkeiten zur Seite steht. Ebenso erfahren wir von Frau Demant eine liebevolle Zuwendung. Nochmals danken wir jedem einzelnen von Ihnen von ganzem Herzen und versprechen Ihnen im Einschluß all Ihrer Anliegen und Sorgen unser Gebet und Opfer! Wir wünschen Ihnen ein gnadenreiches Weihnachtsfest und gesegnete Tage im neuen Jahr 2011!

Es grüßen Sie ganz herzlich
Ihre dankbaren Karmelitinnen von Himmelspforten

Mainaustr. 40, 97082 Würzburg
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Webseite: www.karmelitinnen-wuerzburg.de

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