Karmelitinnenkloster Himmelspforten

„Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken.
Alles geht vorüber. Gott allein bleibt derselbe.
Alles erreicht der Geduldige, und wer Gott hat, der hat alles.
Gott allein genügt.“
(Teresa von Avila)

Sr. M. Teresa von Jesus
(Anna Theresia Himmelsbach)

geboren 30.12.1928
Profeß 06.01.1960
gestorben 26.10.2013

Als jüngstes von drei Kindern wurde Sr. Teresa am 30.12.1928 in Reichenbach/Lahr im Schwarzwald geboren. Dort wuchs sie in einer religiös geprägten Familie auf und verlebte eine glückliche Kindheit. Ein schmerzlicher Einbruch war der Tod ihres Bruders, der im zweiten Weltkrieg bei der Bergung eines verwundeten Kameraden fiel. Dieses tragische Ereignis schweißte die kleine Familie noch enger zusammen. Im Alter von 15 Jahren erkrankte Sr. Teresa an Knochentuberkulose und stand kurz vor der Amputation ihrer rechten Hand. Mit eisernem Willen setzte sie die Schule fort, und nach der Mittleren Reife trat sie eine Stelle als Verwaltungsangestellte im Krankenhaus in Lahr an. Dort reifte in ihr ihre Berufung in den Karmel heran. Nach zwei Jahren fügte sie eine dreijährige Ausbildung zur Paramentenstickerin bei Gertrudis Huber in Freiburg an.
Über einen Mariannhiller Missionskalender, in dem ein Foto unseres Klosters abgedruckt war, lernte sie Himmelspforten kennen und trat am 2. Juli 1958, dem Fest Maria Heimsuchung, ein. Am 06.01.1960 legte Sr. Teresa ihre Erste Profess ab. Wie fast alle andern Mitschwestern half auch sie tatkräftig beim Wiederaufbau von Kirche und Kloster mit. Doch schon früh erkannte man ihr künstlerisches Talent und so kam sie recht bald in die Paramentik. Mehr als 50 Jahre leitete sie die Werkstatt, und ihr Kunsthandwerk war weit über die Grenzen unserer Diözese bekannt und gefragt. Als wahre Tochter ihrer Namenspatronin stand für sie das Gebet an erster Stelle, und auch in vielen Entwürfen und Zeichnungen floss ihre spirituelle Ader ein. Von 1974 – 1977 stand sie unserer Gemeinschaft als Priorin vor. Viele Jahre hindurch war sie Ratsschwester und Novizenmeisterin. Bis kurz vor ihrem Tod erteilte sie den Novizinnen noch Unterricht. Durch ihre mütterliche und diskrete Art suchte so manche Mitschwester bei ihr Rat. Stets war sie am Geschehen von Kirche und Welt interessiert und machte es zu ihrem Anliegen.
Mit zunehmendem Alter stellte sich eine schmerzhafte Arthrose ein, so daß das Laufen ihr zusehends schwerer fiel. Dennoch kam Sr. Teresa noch regelmäßig zum Chorgebet und liebte die gemeinsame Betrachtung. Anfang Oktober bekam sie heftige Rückenschmerzen, die im Juliusspital als eiterige Entzündung der Wirbelsäule diagnostiziert wurden, mit unsagbaren Schmerzen. Ihr schwaches Herz und ihr geschwächter Allgemeinzustand ließen eine Operation nicht zu, und die Antibiose war wirkungslos. So kam Sr. Teresa einen Tag vor ihrem Namenstag auf die Palliativstation 2 des Juliusspitals, wo sie vom Pflegepersonal liebevoll und medizinisch kompetent betreut wurde. Geduldig trug sei ihr schweres Kreuz, und bei unseren Besuchen sprach sie viel von der Liebe Gottes und der schwesterlichen Liebe. – Dies ist für uns wie ein Vermächtnis. So war ihr Krankenzimmer von der Gegenwart Gottes durchdrungen und man konnte erahnen, aus welch tiefer Freundschaft mit Gott Sr. Teresa lebte. Mit zunehmender Schwäche beschränkte sich ihre Kommunikation ganz auf Gott. So wurde am 26. Oktober 2013 Wirklichkeit, was sie auf ihrem Krankenlager wiederholt sagte: „Mein Herr und mein Gemahl, es wird Zeit dass wir uns sehen!“
Ein besonderer Dank gilt den Menschen, die sie in ihrer Krankheit begleiteten: Vor allem dem Arztehepaar Bußmann – Jachimczak, Liselotte Matauschek, Sr. Marita Gäbelein und dem Pflegepersonal der Palliativstation.

Wir bitten die Gläubigen herzlich um das Gebet für Sr. Teresa und die Priester um ein Memento am Altar!
Das Requiem und die anschließende Beisetzung in unserer Klostergruft sind am 29.10.2013 um 13.30 Uhr.

Ihre Karmelitinnen von Himmelspforten

 

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