Karmelitinnenkloster Himmelspforten

Zu Beginn des Noviziates empfing Andrea Hurler den Habit und den neuen Namen – Der 1. Oktober war für uns Schwestern in diesem Jahr ein ganz besonderer Feiertag: Am Hochfest der kleinen heiligen Theresia wurde unsere Postulantin Andrea ins Noviziat aufgenommen. Dabei bekam sie den Habit unseres Ordens und den Schwesternnamen.

Nach dem ersten Jahr des Hineinwachsens in unseren Konvent bat Andrea, weiter mit uns zusammen dem Herrn nachfolgen zu dürfen – nach dem Ideal unserer hl. Mutter Teresa von Avila: in Freundschaft mit Jesus Christus zu leben. Freudig haben wir ihrer Bitte entsprochen!

So wurde der Jahrestag ihres Eintritts für den Noviziatsbeginn ausgewählt. Für den marianischen Karmel ein doppelter Festtag: Zum einen das Hochfest unserer zweiten Kirchenlehrerin im Karmel, der hl. Theresia von Lisieux. Zum anderen der Beginn des Rosenkranzmonates Oktober, der der seligen Jungfrau Maria in besonderer Weise geweiht ist. Sie, die Mutter unseres Herrn, ist das herausragende Vorbild für das kontemplative Leben in der Kirche, wie es das Zweite Vatikanische Konzil sagt.

In der heiligen Messe, die der Einkleidung voraus ging, stelle uns Dr. Matthias Leineweber in seiner ergreifenden Predigt das Beispiel der kleinen Theresia vor Augen und spannte den Bogen zu aktuellen Themen unserer Zeit. Vor dem Schlusssegen weihte Dr. Leineweber das Ordenskleid, das die neue Novizin tragen wird.

Nach der Danksagung zogen wir in den oberen Chor und nahmen im Kreis der Schwestern Andrea ins Noviziat auf. Nachdem sie den Habit angelegt hatte, überreichte ihr unsere Priorin Sr. Mirjam unter Gebet den Gürtel, das Skapulier und den weißen Mantel. Während wir den Hymnus „Veni creator“ sangen, streckte sich die neue Novizin auf dem Boden aus und wir bestreuten sie mit Rosenblättern. Am Ende der liturgischen Feier verkündete Sr. Mirjam feierlich: „Die neue Novizin heißt von nun an" …(Pause. Die Spannung stieg!) ... "Sr. Andrea Maria vom heiligsten Antlitz“. Danach beglückwünschten wir Sr. Andrea und dankten Gott, dass sich ein junger Mensch auf das atemberaubende Abenteuer einlässt, IHN in Einsamkeit und Schweigen in einer frohen, schwesterlichen Gemeinschaft zu suchen und zu finden und so SEINE Liebe in die Welt hinauszutragen, wie es auch die hl. Theresia von Lisieux getan hat, die im Herzen der Kirche die Liebe sein wollte.

 

­