Karmelitinnenkloster Himmelspforten

Was menschliche Solidarität zu bewirken vermag –

Unsere Herzen waren – und sind es noch! – voller Dank über die gelungene Sanierung unseres Gotteshauses. Am Sonntag, dem 11. Oktober 2009, konnten wir diesem Dank öffentlich Ausdruck verleihen. Der neuernannte Domdekan Msgr. Günter Putz, ein langjähriger Freund unseres Hauses, feierte mit uns den Dankgottesdienst. Zusammen mit ihm konzelebrierten StD a. D. Msgr. Lorenz Heilmann, Pfr. Ulrich Nölle, Pfr. i. R. Robert Seufert und Domvikar Dr. Burkard Rosenzweig. Diakon i. R. Gerhard Schenk stand ebenfalls mit am Altar.

Zu Beginn der Messe berichtete unsere Priorin Sr. Petra den Gläubigen in der gut gefüllten Kirche ganz bewegt von den großen und kleinen Wundern, die wir während des Innenanstrichs der Kirche im letzten Jahr und der Außensanierung in diesem Jahr erleben durften. Für einen kleinen Karmelkonvent von derzeit 16 Schwestern ist es ein Ding der Unmöglichkeit, solche großen Projekte zu finanzieren. Aber die Kirche war in einem schlechten Zustand gewesen. Schließlich ist es das Haus unseres Herrn, und das muß doch an erster Stelle in Ordnung sein! So waren wir bei den beiden Sanierungsmaßnahmen voller Sorgen: Wie sollten wir sanieren ohne Geld? Wir hatten zwar gespart, aber das würde bei weitem nicht ausreichen! Wir empfahlen die ganze Sache dem hl. Josef und machten ihn zu unserem „Finanzminister“. Zudem sollte er, der ja selbst ein Handwerker war, gut über die Handwerker wachen, damit niemand zu Schaden kommt. Wie schon unsere Ordensmutter, die hl. Teresa von Avila, so durften auch wir seine Hilfe in überreichem Maß erfahren! Und er ist da sehr erfinderisch: Einige Wohltäter schickte er mit Lebensmittelspenden oder anderen Dingen für den täglichen Bedarf. Dadurch konnten wir so manchen Euro für die Renovierungen auf die Seite legen. Manche „arme Witwe“ schenkte uns 1,00 € oder 2,00 €, was uns sehr bewegte und in den Augen Gottes sicher ein ebenso großes Opfer war, wie die größeren Geldspenden, die auf unserem Konto eingingen oder die uns Freunde und Wohltäter persönlich überreichten. Immer wieder neu waren wir zutiefst bewegt, wie der Himmel für uns sorgt und wie wichtig auch den Menschen der stellvertretende Gebetsdienst ist, zu dem Gott uns berufen hat.
Herr Generalvikar Dr. Hillenbrand erteilte uns die Genehmigungen zu den beiden Projekten. Er setzte sich zusammen mit Herrn Finanzdirektor Dr. Bauer und Herrn Siedler für eine finanzielle Unterstützung durch die Diözese ein und stellte uns mit Herrn Dombaumeister Stefano und Herrn Pfister zwei exzellente Berater zur Seite. Auch das Amt für Denkmalschutz München und Unterfranken half uns. In besonderer Weise bedanken wir uns bei der „gemeinnützigen Stiftung Würth“ für ihre Hilfeleistung.

Domdekan Putz entfaltete in seiner Predigt, daß „Weihrauch tödlich sein kann“ (frei wiedergegeben nach Theresia von Lisieux). Er meinte damit, daß wir Menschen uns nicht gegenseitig beweihräuchern sollten. Der reiche Jüngling im Evangelium stellte Jesus mit der Anrede „Guter Meister“ eine Schleimfalle. Er wollte nur eine Legitimation für seine Lebensweise, damit alles so bleiben kann, wie es ist. Jesus aber ging nicht darauf ein und hat ihn zurechtgewiesen, ohne ihn zu verletzen. Gott allein ist gut, ja er ist das Gute in Person. Ihm allein dürfen wir Weihrauch opfern, Ihm allein gebührt Ehre und Lob. Der Dank ist die höchste Form des Lobes. Die Hingabe Jesu am Kreuz aber ist das Lobopfer schlechthin. Dies feiern wir in der Eucharistie, darin ist all unser Dank und Lob eingeschlossen. Zum Schluß der Predigt sagte er, daß es gut sei, daß ein „Stein der Wohltäter“ in einen der Kirchenpfeiler eingefügt worden sei. Aber es sei auch gut, daß ihre Namen hinter dem Stein verborgen seien. So bleibe ihr Tun vor den Augen der Menschen verborgen. Gott aber sieht alle unsere guten Werke.

Alles in allem war es ein erhebender Gottesdienst. Wir haben uns sehr gefreut, daß so viele Menschen mit uns das Lob Gottes gefeiert haben.


Gott sei Dank und Lobpreis und Ehre für Seine Güte und Hilfe!

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